Wohlstandsillusion – wovon reden wir eigentlich?
Deutschland gilt als eines der reichsten Länder der Welt. Doch wie ist dieser Wohlstand verteilt? Die Antwort fällt ernüchternd aus: Die oberen zehn Prozent der Bevölkerung besitzen rund 61 Prozent des gesamten Nettovermögens. Die untere Hälfte besitzt 2,3 Prozent. Beim reinen Geldvermögen ist die Konzentration noch stärker: Die obersten zehn Prozent halten dort über 70 Prozent, die untere Hälfte unter ein Prozent.
Diese Zahlen stammen nicht aus politischen Kampagnen, sondern aus den Erhebungen der Deutschen Bundesbank, des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und der Europäischen Zentralbank. Sie sind öffentlich zugänglich, wissenschaftlich fundiert und weitgehend unbestritten.
Trotzdem spielen sie in der öffentlichen Debatte kaum eine Rolle. Stattdessen dominieren Narrative von Leistungsgerechtigkeit und individuellem Aufstieg. Die Frage, ob das Versprechen vom allgemeinen Wohlstand noch der Realität entspricht, wird selten gestellt.
Diese Seite stellt sie. Sachlich, quellenbasiert und ohne parteipolitische Agenda. Die Inhalte werden schrittweise ausgebaut.
Themen, die hier behandelt werden:
- Vermögensverteilung in Deutschland und Europa
- Renten, Pflege und die Belastung der Sozialsysteme
- Erbschaft, Steuergerechtigkeit und Verschonungsregeln
- Reallöhne, Mietentwicklung und Kaufkraftverlust
- Die Finanzierung des Gesundheitssystems
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